Yvette Körber
Frau Gemeineammann von Oberentfelden im Interview
Die drei Zofinger Schwinger nach ihrem Einsatz am Berchtoldschwinget in Zürich: Schmid Justin, Kulmer Nick und Grob Enea (v. l. n. r.) zeigten einen engagierten Saisonauftakt und vertraten den Schwingklub Zofingen geschlossen und kämpferisch in der Saalsporthalle. Bild: Rolf Andres
Mit dem 128. Berchtoldschwinget in der Zürcher Saalsporthalle wurde am Freitag, 2. Januar 2026 die neue Schwingersaison lanciert. Der Anlass begann würdig mit einer Schweigeminute für die Opfer der tragischen Ereignisse in Crans-Montana. Danach übernahmen Sport und Sägemehl das Geschehen – und aus Sicht des Schwingklub Zofingen und Umgebung mit erfreulichen Akzenten.
Zofingen/Zürich Für Enea Grob startete das Fest mit einer schwierigen Aufgabe. Im Anschwingen traf er gleich auf Eidgenosse Fabian Kindlimann. Trotz beherztem Einsatz musste er sich dem favorisierten Zürcher geschlagen geben. Grob liess sich davon jedoch nicht beirren. In den folgenden Gängen zeigte er Moral, suchte den Angriff und kam zu wichtigen Siegen, die ihn im Schlussklassement auf Rang 10b mit 55.75 Punkten führten. Ein solider Auftritt zum Saisonbeginn, der zeigt, dass Grob auf diesem Niveau jederzeit mithalten kann.
Für das sportliche Ausrufezeichen aus Zofinger Sicht sorgte Justin Schmid. Bereits im zweiten Gang liess der Strengelbacher aufhorchen, als er ESAF-Teilnehmer Manuel Lüthi resolut bezwang. Schmid präsentierte sich angriffig, beweglich und konsequent im Nachdrücken. Mit insgesamt vier Siegen, einer Niederlage und einem Gestellten klassierte er sich auf dem starken 6. Rang mit 56.75 Punkten. Damit bestätigte er seine gute Form vom Jahresende und empfahl sich früh als verlässlichen Punktelieferanten für die kommenden Feste.
Ebenfalls einen gelungenen Saisonstart zeigte Nick Kulmer. Der Safenwiler überzeugte mit ruhigem, kontrolliertem Schwingen und liess sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von Siegen und Niederlagen sammelte Kulmer konstant Punkte und erreichte wie Grob 55.75 Punkte, was ihm Rang 10c einbrachte. Ein Auftritt, der aufzeigt, dass auch Kulmer bereit ist für die kommenden Aufgaben.
Das Berchtoldschwinget stand sportlich im Zeichen des Schlussgangs zwischen Marcel Räbsamen und Nick Alpiger, den Räbsamen taktisch klug für sich entschied. Aus Sicht des Schwingklubs Zofingen darf man jedoch mit dem Auftritt der eigenen Athleten zufrieden sein. Justin Schmid setzte ein klares Zeichen, Enea Grob bewies Kämpferherz und Nick Kulmer überzeugte mit Konstanz. Ein gelungener Start ins Schwingjahr 2026 – darauf lässt sich aufbauen.
Jacqueline Gut
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