Beat Wormstetter
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Beim traditionsreichen DTB-Pokal 2026 traf sich einmal mehr die Weltelite des Kunstturnens in der Porsche-Arena in Stuttgart. Mit dabei: eine starke Schweizer Delegation mit dem überragenden Noe Seifert im Fokus.
Oftringen/Stuttgart Der DTB-Pokal wird traditionell in mehreren Formaten ausgetragen. Eines davon ist die Team Challenge. In diesem Modus messen sich Nationalteams an den sechs Geräten (Boden, Pauschen, Ringe, Sprung, Barren und Reck), wobei die besten Wertungen pro Gerät in die Teamwertung einfliessen. Ein weiterer Höhepunkt ist der Mixed Cup, bei dem jeweils drei Turnerinnen und drei Turner gemeinsam im K.O.-System gegen andere Nationen antreten. Ein dynamisches und publikumswirksames Format, das schnelle Nervenstärke und Präzision verlangt.
Das Teilnehmerfeld war an den Wettkampftagen vom 19. bis 21. März 2026 hochkarätig. Olympiateilnehmer, Welt- und Europameister sorgten für ein Niveau, das bereits früh in der Saison internationale Massstäbe setzt. Entsprechend eng lagen die Resultate oft beieinander. Fehler wurden unmittelbar bestraft, saubere Ausführungen hingegen mit Spitzenwerten honoriert.
Im Mittelpunkt aus Schweizer Sicht stand einmal mehr Noe Seifert. Der Oftringer bestätigte seine starke Form und knüpfte an seine jüngsten Erfolge an. WM-Bronze im Mehrkampf 2025, die erste Schweizer Medaille in dieser Disziplin seit 75 Jahren.
In Stuttgart überzeugte Seifert mit konstanten Übungen über alle Geräte hinweg. Besonders am Barren, einer seiner Paradedisziplinen, sowie am Reck zeigte er saubere und stabile Übungsinhalte. Im Mehrkampfklassement reichte dies für eine Platzierung im erweiterten Spitzenfeld, womit er sich gegen zahlreiche internationale Topturner behauptete. Seine Stärke bleibt die Ausgeglichenheit: Seifert gehört zu den komplettesten Turnern im Feld und vermeidet grössere Fehler.
Für ein Highlight sorgte Seifert zudem im Mixed Cup: Gemeinsam mit seiner Teamkollegin turnte er sich souverän bis in den Final und sicherte der Schweiz die Silbermedaille. Das Duo überzeugte insbesondere durch Nervenstärke in den direkten Duellen und musste sich erst im Endkampf knapp geschlagen geben. Der zweite Rang unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz auch in diesem besonderen Format.
Auch die Schweizer Mannschaft präsentierte sich in Stuttgart konkurrenzfähig. In der Team Challenge gelang eine geschlossene Leistung, bei der Seifert wichtige Punkte beisteuerte. Die Turngenossen rangierten sich auf Platz Vier der Nationenwertung ein und bestätigten damit ihre Position als aufstrebende Turnnation im internationalen Vergleich. Topplätze in den Gerätefinals blieben zwar aus, doch die Leistungen waren solid. Der DTB-Pokal in Stuttgart hat einmal mehr gezeigt: Die Schweiz ist angekommen in der erweiterten Weltelite und besitzt das Potenzial für noch grössere Erfolge.
Charly Zimmerli
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