Beat Wormstetter
spielt Titus Fuchs in der Tragikomödie "FUCHS.Ein Absturz.Ein Coup" im Spitel Küttigen
Die Oberstufenschüler von neun Gemeinden sollen in Zukunft die Schulbank im neuen Oberstufenschulhaus in Möriken-Wildegg drücken. Mit der Grundsteinlegung fiel am Mittwoch letzter Woche der Startschuss für das Mammutprojekt.
Möriken-Wildegg Neun Gemeinden, ein Oberstufenschulhaus: Dieses ambitionierte Ziel beschloss die Gemeinde Möriken-Wildegg 2024, als sie zusammen mit acht umliegenden Gemeinden (Auenstein, Brunegg, Holderbank, Schinznach, Thalheim, Veltheim, Niederlenz und Rupperswil) beschloss, der Schulraumproblematik im Verbund zu begegnen. Eine Entwicklung der Zeit: Mit dem stetigen Bevölkerungswachstum steigen auch die Schülerzahlen, während die Anforderungen seitens des Kantons – so beispielsweise der «Lehrplan 21» – immer grösser werden. Dieser Entwicklung geschuldet rücken Gemeinden immer mehr zusammen und bilden zentrale, regionale Hubs. Ein solches entsteht nun mit dem neuen Oberstufenschulhaus auf dem Hellmatt-Areal.
Dass in den Schulen der Platz knapp werden würde, erkannte der Gemeinderat schon 2021 nach einer Erhebung der Schülerzahlen in Verbindung mit einer Prognose für die nahe Zukunft. Nach mehreren Planungsrunden in den Jahren 2022 und 2023 sprach der Möriker-Wildegger Souverän an der Sommer-Gmeind 2024 29,780 Millionen Franken für den Neubau eines Oberstufenschulhauses. Im Betrag inkludiert war auch eine Sanierung des bestehenden Mehrzweckgebäudes sowie der Abbruch der Turnhalle 4, auf deren Grundfläche das neue Oberstufenschulhaus seinen Platz findet. Die neue 3-fach-Turnhalle, für welche an der gleichen Versammlung 13 Millionen Franken gesprochen wurden, wird indes im Gebiet Unteräsch, unweit der Badi, gebaut.
Das neue Gebäude soll über drei Stockwerke Platz für 27 Abteilungen bieten. Die benachbarte Mehrzweckhalle wird zum «Kreativhaus» saniert, um für den Sing- und Werkunterricht genutzt werden zu können. Zwischen den beiden Häusern entsteht ein neuer Pausenplatz mit Sportplätzen (siehe Visualisierung).
Frau Gemeindeammann Jeanine Glarner zeigte sich in ihrer Ansprache erfreut. Sie dankte den verschiedenen Partnern, so etwa der Baukommission, den Gemeinderäten der Vertragsgemeinden und dem Team rund um «gsj architekten», welche das Projekt umsetzen. Das Projekt stehe gut da, versicherte Glarner – nicht nur bei den Finanzen, sondern auch im Zeitplan. Bereits im Sommer 2027 sollte das Schulhaus bezugsbereit sein. Oder in den Worten Glarners: «Hier startet kein Regionalexpress, sondern ein TGV.»
Die Überführung des Projektes vom Papier in die Realität übernehmen «gsj architekten» aus Solothurn. Andrea Stampfli dankte seitens des Büros für die Zusammenarbeit und das grosse Vertrauen der Bauherrschaft. Grosse Bauprojekte verliefen aus ihrer Erfahrung selten so gradlinig, merkte Stampfli an.
Joel Dreier
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