Beat Wormstetter
spielt Titus Fuchs in der Tragikomödie "FUCHS.Ein Absturz.Ein Coup" im Spitel Küttigen
Die Erstplatzierten von links nach rechts; Juha Lange, Cornelius Minne, Ehrenpräsident Moritz Hunziker
Was einmal vor über 30 Jahren am Wirtshaustisch an einem Gründonnerstag zu vorgerückter Stunde seinen Anfang nahm, wurde zur beliebten Tradition bei den Aarauer Jodlern. So wird jeweils am Gründonnerstag in einem Restaurant im engeren Jodlerfamilien- und Freundeskreis die interne, inoffizielle Meisterschaft im «Eiertütschen» vorgenommen.
Aarau So trafen sich dieses Jahr 30 gut gelaunte Mitglieder und Freunde, um sich in der österlichen Disziplin zu messen. Jeder Teilnehmer versuchte, mit je drei Eiern möglichst manchen «Tütsch» unbeschadet zu überstehen. Mit dem Kommando «Spitz auf Spitz, Gupf auf Gupf» erfolgte der Startschuss zum friedlichen Wettkampf um die beliebten «Schoggihasen» – damit die Jodlerinnen und Jodler gut gelaunt und gestärkt die noch anstehenden Proben zum baldigen grossen Aarauer Jodlerpfingstkonzert vom 24. Mai 2026 angehen können.
Das Lieblingsosterspiel der Deutschschweizer, das «Tütschen», ist auch im osteuropäischen Kulturraum verbreitet. Das Verschenken und Verspielen von farbigen Eiern zu Ostern ist eine Form der Resteverwertung. Eier fielen früher unter die vorösterliche Fastenvorschrift und weil die Hühner das nicht wussten, produzierten sie unverdrossen ein gewaltiges Überangebot. Mittels Verzierung wurde das simple Produkt aufgewertet und an Patenkinder und Dienstboten verschenkt. Diese brachten die überflüssigen Eier mit Spielen wieder los.
Vom «Tütschen» als Form vom Balzgehabe erzählte schon Gotthelf in «Michels Brautschau». In der Schweiz ist der Osterbrauch «Eiertütschen» eine altüberlieferte Tradition. Doch der Brauch ist auch in Bayern «Oierhiartn», in Württemberg als «Spitzarschen» und in Östereich als «Oalala tutschen» bekannt und darüber hinaus bis nach Russland.
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