Tschent Vinyl
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Yvette Körber, Frau Gemeindeammann von Oberentfelden.
Bild: zvg
Yvette Körber freut sich, sich auch für die nächsten vier Jahre als Frau Gemeindeammann für Oberentfelden einzusetzen.
Frau Körber, sind Sie gut ins neue Jahr gestartet?
Ja, sehr gut. Der Jahreswechsel war für mich eine bewusste Zäsur: kurz innehalten, reflektieren und dann mit klarem Fokus ins neue Jahr starten. Ich habe viel Energie und Zuversicht – sowohl im Gemeinderat wie auch in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Bevölkerung.
Bei den Gesamterneuerungswahlen letzten September wurden Sie mit klarem Ergebnis im ersten Wahlgang wiedergewählt. Was bedeutet das für Sie?
Dieses Resultat hat mich sehr gefreut und berührt. Es ist vor allem ein Vertrauensbeweis der Bevölkerung, den ich nicht als Selbstverständlichkeit nehme. Für mich ist es Bestätigung und Verpflichtung zugleich: den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, Verantwortung zu übernehmen und auch schwierige Themen offen und transparent anzusprechen.
Was hat Sie letztes Jahr als Gemeindeammann besonders beschäftigt?
2025 war geprägt von strukturellen und langfristigen Themen: die Weiterentwicklung der Schulorganisation in der Kreisschule Entfelden, finanzielle Weichenstellungen, grosse Investitionsprojekte sowie die anfallenden Arbeiten rund um die Abklärungen zu einer möglichen Fusion von Unterentfelden mit Aarau. Besonders wichtig war mir dabei immer der Ausgleich zwischen fachlicher Tiefe, politischer Verantwortung und der Verständlichkeit gegenüber der Bevölkerung.
Welche Projekte laufen gut und bei welchen harzt es noch ein bisschen?
Sehr gut laufen Projekte dort, wo Planung, Zuständigkeiten und Kommunikation sauber aufgesetzt sind – etwa bei laufenden Infrastruktur- und Sanierungsvorhaben. Herausfordernder sind Projekte mit vielen Akteuren und Schnittstellen, insbesondere dort, wo übergeordnete strukturelle Fragen diskutiert werden. Solche Prozesse brauchen Zeit, klare Abläufe und gegenseitiges Verständnis, um langfristig tragfähige Lösungen zu ermöglichen.
Wie ist Oberentfelden in Sachen Finanzen und Budget unterwegs?
Oberentfelden steht finanziell solide da, auch wenn der Spielraum nicht grenzenlos ist. Das Budget 2026 zeigt deutlich: Wir müssen weiterhin sorgfältig priorisieren, Investitionen gut begründen und die langfristige Tragbarkeit im Auge behalten. Mir ist wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen, ohne die Entwicklung der Gemeinde zu blockieren.
Was wird den Gemeinderat Oberentfelden 2026 fordern?
2026 wird ein spannendes Jahr. Neben der Planung verschiedenerGrossprojekte stehen unsere eigenen Bauvorhaben sowie die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit im Fokus. Gleichzeitig gilt es, strategisch zu handeln und den Blick auf langfristige Entwicklungen zu richten.
Welche Termine 2026 in Oberentfelden gilt es im Kalender anzustreichen?
Neben den ordentlichen Gemeindeversammlungen – der Einwohnergemeindeversammlung am Freitag, 19. Juni 2026 – wird es im Laufe des Jahres gezielte Informationsanlässe zu wichtigen Themen geben. Ein besonderer Fixpunkt im Gemeindekalender von Oberentfelden ist zudem das Äntefescht vom Donnerstag, 25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni 2026. Dieses traditionsreiche Fest hat insbesondere für unsere Jugend eine grosse Bedeutung.
Ein abschliessendes Wort oder ein Wunsch?
Wir leben in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderung, die niemanden unberührt lässt. Auch an Oberentfelden geht diese Entwicklung nicht spurlos vorbei. Umso wichtiger ist es, den Mut zu haben, das noch nicht Gedachte zu denken und neue Wege zu gehen. Dafür braucht es Offenheit, Dialog und Verantwortung füreinander.
Interview: Olivier Diethelm
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